Ziegenhirtin aus der Neuzeit: Quereinsteigerin macht in Käse

Ziegen erfreuen sich großer Sympathien. Häufig als reine Liebhabertiere für die Wiesen ums Haus angeschafft, darf man die quicklebendigen Tiere aber keinesfalls unterschätzen. Vor allem nicht, wenn sie auf eine ebenso quirlige Claudia Schäfer-Trumm treffen: Die unternehmenslustige Westerwälderin bewirtschaftet einen Hof mit über 100 Milchziegen. Den selbst veredelten Käse kredenzt sie in ihrer „Kleinen Fromagerie“. Rund 4.000 Gäste schauen hier, im rheinland-pfälzischen Dörfchen Oberrod, jedes Jahr vorbei.

Waldbaden oder wie viel Vitamin „W“ braucht der Mensch?

Dass ein Waldspaziergang vitalisiert und düstere Gedanken vertreibt, mögen die meisten schon am eigenen Leibe erlebt haben. Was aber ist von „Waldmedizin“ zu halten oder dem aus Japan kommenden „Waldbaden“? Steckt in ihm nur ein Medienhype oder braucht der urbane, durchtechnisierte Mensch tatsächlich so etwas wie „Vitamin W“, um gesund und froh zu bleiben?

Petite Provence: Lavendelanbau in Ostwestfalen

Ein heißer Sommertag neigt sich seinem Ende zu. Grillen zirpen, in der immer noch warmen Luft liegt der unnachahmliche Duft von Lavendel. Elegant, aromatisch, zitronig-frisch. Eine Szene wie aus der Provence, doch sie spielt in der Mitte Deutschlands: in Ostwestfalen. Seit sieben Jahren baut das hier ansässige Unternehmen Taoasis die violette Blütenpracht an und gewinnt ihr ätherisches Öl.

Junges Blut: die Kornbrenner von Ehringhausen

Die einen mögen sich einen Gin einschenken, die anderen einen Whisky. In Westfalen aber trinkt man Korn. Nicht irgendeinen, es darf schon ein barrique-gereifter Dinkelbrand sein. Was ein Korn so alles kann, zeigt die Brennerei Ehringhausen in Werne. Ein Familienunternehmen mit bäuerlichen Wurzeln bis ins Jahr 1237, frisch belebt durch das Geschwisterpaar Theres und Georg Glitz-Ehringhausen.

Neurologe Prof. Dr. Christof Kessler: Futter für Hirnaktivisten

Mit der Corona-Pandemie sind sie bei uns zu Hause eingezogen: Homeoffice und Homeschooling. Doch vielen Menschen fehlt die gewohnte Arbeitsatmosphäre, sie können sich schlechter konzentrieren, fühlen sich einsam oder sind gedrückter Stimmung. Was lässt sich dagegen tun? Richtig gut essen, meint Prof. Dr. Christof Kessler. Der Neurologe hilft unserem Hirn auf die Sprünge.

Mit Gründergeist und Handarbeit: Teegärtner aus der Pfalz

Die Pfalz ist ein klassisches Weinanbaugebiet. In seiner Sonne fühlen sich aber nicht nur Trauben wohl, sondern auch Kräutertees. Besser gesagt: Zitronenverbene, Thymian, Basilikum, Oregano, verschiedene Salbei- und Minz-Sorten, dazu Exoten wie Zitronengras oder das China-Kraut Jiaogulan. Sie alle kommen bei den „Teegärtnern“ Christian Weiß und Jessica Schönfeld in Tasse, Beutel und Dose.

Bäckermeister Max Kugel und die Liebe zum Brot

Keine Brötchen, keine Croissants, kein einziger Kuchenkrümel. Max Kugel lässt in seiner Bäckerei ziemlich viel weg und bekommt dafür ganz schön viel Aufmerksamkeit. Der 30-Jährige backt exakt zehn unterschiedliche Brote in ihrer „einfachsten Form“. Seine Kunden stehen dafür bis auf den Gehweg Schlange – und das nicht erst seit Corona.

Geflügelte Fotografien: die Eulen der Tanja Brandt

Märchenhaft, träumerisch, Geschichten erzählend – das sind die Tierfotografien von Tanja Brandt. Ihr liebstes Motiv: die Eule. Ein geradezu sagenhaftes Fotoobjekt, das mühelos von der griechischen Mythologie bis zu Harry Potter segelt. Ihr eigenes „Nest“ fand die Falknerin und Buchautorin in einer Pflegestation für Wildvögel.

Neurobiologie: Den Honigbienen in den Kopf geschaut

Zu verstehen, wie ein Gehirn funktioniert, gilt als eine der vornehmsten Herausforderungen für die Wissenschaft. Seit den 1960ern widmet sich ihr der Berliner Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel. Er forscht an etwas sehr Kleinem: dem Bienenhirn. Denn Honigbienen leben – wie Menschen – als soziale Tiere in einem Volk, damit stehen sie uns näher als gedacht.

Geflügelte Jäger: Deutsche Falknerei ist UNESCO-Kulturerbe

Falke auf der Hand
Die Falknerei ist ein Faszinosum. Sie erzählt von der Jagd mit abgerichteten Greifvögeln, aber auch von Marco Polo und dem Kaiser von China, vom Stauferkönig und den „Berkutschi“, den Herren der Adler. Ihre gemeinsame Beute? Fasane und Feldhasen, Enten und Rebhühner, aber auch Wölfe und – in der Neuzeit angekommen – Drohnen. Seit 2016 gehört die Falknerei in Deutschland zum „Immateriellen Kulturerbe“ der UNESCO.